Dr. Klaus Renoldner

o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Gerlinde Weber
2. Juli 2020
Irene Ulreich
5. Juli 2020

Die EU hat sich zu Klimaneutralität bis 2050 bekannt, die derzeitige österreichische Regierung sogar bis 2040. Der Ausstieg aus fossilem Wirtschaften ist eine enorme aber notwendige Herausforderung, die wir auf Grund der drohenden Zerstörung der Lebensbedingungen für unsere Kinder und Enkel annehmen müssen. Österreichs Energieversorgung ist noch zu ca. zwei Drittel fossil. Der Inlandverkehr alleine verursacht 28 Prozent unserer Treibhausgasemissionen. Die Emissionen aus Verkehr sind lt. Umweltbundesamt seit 1990 am stärksten gestiegen. Und die Bodenversiegelung ist in Österreich extrem hoch.

Aus Verantwortung für unsere Kinder und Enkel und für eine lebenswerte Zukunft müssen wir radikal umdenken: Im Wohnen, im Konsum und im Verkehr müssen wir die Treibhausgasbildung in nur 20 Jahren um über 90 Prozent reduzieren, auch die Flächenversiegelung muss reduziert werden. ( Können Sie sich vorstellen, was das bedeutet?)

Neue Schnellstrassen- und Autobahnprojekte sind Produkte eines veralteten für eine nachhaltige  Zukunft sehr schädlichen Denkens.

Als Arzt und Nachhaltigkeitsforscher möchte ich auf die vielfältigen Gesundheitsschäden und ökologischen Schäden hinweisen, die uns drohen, wenn wir nicht radikal umdenken im Sinne des Pariser Klimaabkommens. Verkehr wird ebenso wie  Wohnen und Konsum  ganz anders, nachhaltig und kreativ gestaltet werden.

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